Sei dein eigener Personaler und entwickle deinen Karriereplan

In den letzten Tage habe ich über meine weitere Entwicklung nachgedacht. Wie ihr wisst, hatte ich im vergangenen Jahr den Arbeitgeber gewechselt und stelle nun Parallelen zu den vorherigen Arbeitgebern fest. Ich habe deutlich das Gefühl, dass Unternehmen sich nicht um die Entwicklung ihrer Mitarbeiter kümmern. Es gibt keine Personalentwicklung in dem Sinne.

Heutige Arbeitnehmer müssen ihr eigener Personalchef/Coach sein und entscheiden, wie sie sich entwickeln wollen, in welchen Bereichen sie aktiv sein wollen und wie sie produktiv bleiben. Anschließend kann man mit seinem Vorgesetzten und HR Möglichkeiten besprechen die auch unterstützt werden. Von daher ist es sehr wichtig, dass man sich selbst kennt.

Nächstes Wochenende werde ich auf folgende Fragen eingehen. Vor einigen Jahren hatte ich einen Artikel gelesen und mir diese Fragen inkl. einiger Notizen festgehalten. Diese Notizen nutze ich in unregelmäßigen Abständen um „on track“ zu bleiben. Es ist nichts innovatives, dennoch lohnt es sich darüber nachzudenken.

  1. Was sind meine Werte?
    In der Registerkarte „Meine Werte“ habe ich meine Vision und Wertesystem veröffentlicht. Es kommt nicht so sehr auf allgemein gesellschaftliche Wertvorstellungen an sondern wirklich auf die persönlichen Ideale. Wofür möchte ich stehen, was macht mich aus? Sind die eigenen Wertvorstellungen und Ideale klar, ist es sinnvoll zu überprüfen ob das Unternehmen für das man arbeiten mit diesen Werten kompatibel ist. Ist das nicht der Fall wird man nicht erfolgreich und bestmöglich arbeiten können sondern immer limitiert sein. Das bezieht sich nicht nur auf Unternehmen sondern auch auf private Beziehungen.
  2. Was sind meine Stärken?
    Der einzige Weg seine Stärken zu erkennen ist durch Feedback und eigene Nachkontrolle. Deshalb sollte man bei jeder wichtigen Entscheidung oder Aktivität die erwartete Folge schriftlich festhalten. Nach einer gewissen Zeit sollte man Ergebnisse mit den Erwartungen vergleichen. Wie in vielen anderen Unternehmen gibt es jährliche Zielvereinbarungen die auch finanzielle Auswirkungen haben. Neben diesen Zielvereinbarungen mache ich mir selbst Notizen. Diese einfache Methode erlaubt innerhalb 2-3 Jahre die eigenen Stärken festzustellen. Und es wird auch zeigen in welchen Bereichen Schwächen bestehen. Wichtig ist zu erkennen, dass es nicht unbedingt auf darauf ankommt die Schwächen auszumerzen sondern sich auf seine Stärken zu konzentrieren und diese zu verbessern.
  3. Wohin gehöre ich?
    Ich habe es schon unter Punkt 1 angesprochen. Es ist grundsätzlich wichtig zu wissen was man möchte und was nicht. Nur damit kann man neue Möglichkeiten sinnvoll bewerten. Passt es zu den eigenen Lebensvorstellungen ins Ausland zu gehen? Ist Entscheidungsfreude und Führung von anderen Menschen eine persönliche Stärke? Hat man eine klare Perspektive und Positioniert wird das Gegenüber immer überzeugt sein. Nochmals, ich glaube nicht daran das Personalabteilungen idealtypische Karrieren oder Entwicklungspfade definieren. Es liegt nur an einem selbst. In der heutigen Zeit gilt neben vielen Idealen auch das Ideal der Karriere für jeden. Aber es kann nicht jeder Karriere machen und vielleicht will es auch nicht jeder. Die eigene klare und realistische Positionierung ist Pflicht für jeden.
  4. Was will ich beitragen?
    Auch wenn man in einem Angestelltenverhältnis steht und einen Vorgesetzten hat ist es wichtig sich selbst zu definieren was man beitragen möchte. In meiner aktuellen Position ist die Zielvereinbarung ziemlich schwammig – ich bekomme damit viel Freiheit und Raum um mich selbst zu verwirklichen. Dazu habe ich mir drei Fragen gestellt: 1. Wie ist die aktuelle Situation in meinem Arbeitsumfeld? 2. Welche Veränderungen müssen vorgenommen werden um eine Verbesserung zu erreichen? 3. Welche Massnahmen kann ich mit meinem Stärken, Werten und Arbeitsweise durchführen? Die Aktionen halte ich nach SMART einschließlich der erwarteten Auswirkungen fest und lege los.
  5. Verantwortung für Beziehungen – den anderen verstehen
    Für das effiziente Selbstmanagement ist es ebenso wichtig die Verantwortung für jegliche Beziehungen zu übernehmen. Dabei ist der erste Schritt zu akzeptieren dass anderen Menschen ebenso individuell sind wie man selbst. Um effektiv zusammenarbeiten zu können ist es daher wichtig die Stärken, Wertvorstellungen und Arbeitsweise des Gegenüber zu erkennen. So habe ich erkannt wie mein Vorgesetzter arbeitet und bereite meine Arbeitsergebnisse und Entscheidungsvorlagen so auf, dass sie optimal für ihn genutzt verarbeitet werden können. Für eine Kollegin ist es beispielsweise wichtig ein wenig aus ihrem Privatleben zu teilen. Ich gehe darauf ein, auch um sie besser zu verstehen.
  6. Verantwortung für die Kommunikation mit anderen übernehmen
    Bei neuen Kontakten schaffe ich recht frühzeitig klare Verhältnisse. Ich erkläre worin ich gut bin, wie ich arbeite und nach welchen Werten. Unternehmensintern schildere ich kurz welchen Wertbeitrag ich leisten möchte und welchen Beitrag ich dabei von meinem Gegenüber erwarte. Damit habe ich durchweg positive Erfahrungen gemacht. Danach gebe ich den Ball ab und bitte mein Gegenüber diese Punkte zu erläutern. Mir ist es auch schonmal passiert, dass mein Gegenüber – eine neue Mitarbeiter mit soviel Direktheit erstmal überfordert war. Am nächsten Tag kam sie bei mir vorbei, hat ihr System erläutert und sich bei mir bedankt. Wichtig ist einander zu vertrauen – sich zu verstehen. Kommunikation ist das wichtigste Element in allen Lebensbereichen.
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