Ausgabenentwicklung und Einsparungspotentiale

Marcel hat in seinem Kommentar nachgefragt, wie sehr ich mich im Alltag einschränke. Da ich mir keiner wesentlichen Einschränkung im Alltag bewußt bin habe ich die monatlichen Ausgaben der letzten zwölf Monate analysiert.

Zunächst eine kurze Erläuterung zur Darstellung:
Ausgaben für Steuern und Sozialabgaben sowie nicht realisierte Kursverluste sind nicht dargestellt. Der unterste Block der Abschreibungen ist rein buchungstechnischer Natur. Um durch größere Ausgaben für Gebrauchsgegenstände keine Verzerrung im Ausgabeverhalten zu haben, werden diese Gegenstände über einen Zeitraum von 10 Monaten abgeschrieben.

Der oberste hellgelbe Block stellt die Ausgaben für mein Sabbatical in Südamerika dar. Diese Ausgaben habe ich zur besseren Vergleichbarkeit aus Ausgaben der regulären Lebensführung ausgenommen.

So konnten die Ausgaben in den letzten Monaten um etwa 1.000 € monatlich reduziert werden. Die untere Schwelle der Ausgaben zur regulären Lebensführung scheint bei knapp 2.800 € zu sein – darin enthalten sind 400 € Rücklage zur Altersvorsorge.

In welchen Bereichen habe ich meine Ausgaben reduziert und wie?

Ausgabenbereich Abschreibung

  • allein die Buchung der monatlichen Abschreibung hemmt mich bei neuen Ausgaben

Ausgabenbereich Basics

  • Umzug in eine etwas kleinere Wohnung – von 3 auf 2 Zimmer, gleiche Kaltmiete, jedoch höherwertige Ausstattung, bessere Isolierung und geringere Nebenkosten bei gleichzeitig mehr Leistungen
  • Wechsel der Telefongesellschaft – Auswahl eines Providers mit Internet und Telefon Flat, bewußt weniger mit dem Handy telefonieren
  • Umsteigen aufs Fahrrad – seltener Carsharing in Anspruch nehmen, entweder öfters mit dem Rad oder mehr Fahrtzeit einplanen; die Reisezeit nutze ich dann zum Lesen
  • Änderung in der Ernährung – morgens zuhause frühstücken, mittags Kantine und abends kalorienreduziert; fast völliger Verzicht auf Fleisch, stattdessen dreimal die Woche Fisch

Ausgabenbereich Alter

  • bewußt keine Anpassung

Ausgabenbereich Geistige & Körperliche Fitness

  • Kündigung Sportstudio – Umstieg auf 10er Karten und Eintritt in einen Schwimmverein
  • Bibliotheksbesuch – keine Fachbücher kaufen sondern ausleihen

Ausgabenbereich Freizeit

  • Bibliotheksbesuch – große Auswahl an DVDs, kostenlos!

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4 Antworten zu Ausgabenentwicklung und Einsparungspotentiale

  1. Marcel schreibt:

    Carsharing ist sehr interessant, aber in meiner ländlichen Gegend leider nicht verfügbar! (Übrigens die Sixt AG will groß in das Geschäft einsteigen.)

    Das Auto und die Wohnung sind mit die größten Stellschrauben, leider sind es auch die die am meisten Wehtun.

    Wie verwalltest du dein Aus- und Einnahmen (vor allem die Abschreibungen), machst du es mit EXCEL oder einem Finanzprogramm?
    Die Abschreibungen zu verwalten und zu verstehen das ist für mich das komplizierteste! Du kannst ja mal wenn du Lust und Zeit hast ein hypothetisches Beispiel für eine Monatsabrechnung bringen.

    MfG
    Marcel

    P.S.: Ein schöner Artikel zum Thema -> http://wissen.manager-magazin.de/wissen/image/show.html?did=55880949&aref=image036/2008/02/18/ROMM200800301560160.PDF&thumb=false

  2. Tobias schreibt:

    Danke für den Artikel, wirklich lesenswert.

    Mit dem Wehtun ist’s so eine Sache. Nur außerhalb der Komfortzone gibts neue Erfahrungen und Weiterentwicklung. Die Frage ist, was brauche ich wirklich zum Leben…

    Die Aus- und Einnahmen verwalte ich mit Lexware Quicken; die Abschreibungen entsprechend auch. Zum Thema Abschreibungen ein kurzes Beispiel:

    Kauf eines neues Wohnzimmerschranks , Kaufpreis 1.000 EUR, im September 2008
    Der Kaufpreis wird linear über 10 Monate abgeschrieben.

    In Quicken habe ich für Anschaffungen > 300 EUR ein eigenes Konto angelegt. So buche ich also die Anschaffung 1.000 EUR – Anlagevermögen an Bank (wenn die Rechnung per Überweisung gezahlt wurde). Dann buche ich für jeden Monatsletzten der folgenden 10 Monate die kalk. Abschreibung von 100 EUR als Abgang von dem Konto als Aufwand – Abschreibung an Anlagevermögen. Nach 10 Monaten ist der Saldo des Anschaffungskontos auf Null.

    Natürlich ist der Schrank nach 10 Monaten noch immer etwas wert und ich kann ihn auch weiterbenutzen. Die Abschreibungsdauer ist bei Unternehmen auch länger und abhängig von dem abzuschreibenden Gegenstand.

    Meine Hauptmotivation, größere Anschaffungen im Anschaffungsmonat nicht als verzerrenden Kostenblock zu haben, ist damit erfüllt. Außerdem ist ein Wohnzimmerschrank nicht wirklich als Vermögenswert anzusehen wenn es um die Kreditvergabe bei einer Bank geht.

    Alles klar? 🙂

  3. Hedger schreibt:

    Hallo,

    ich finde Auflistung der Ersparnismöglichkeiten interessant. Wenn man ehrlich mal nachforscht, wo das Geld eigentlich im Laufe des Jahres bleibt, tut sich viel Ersparnispotenzial auf. In einer Großstadt braucht man z.B. nicht unbedingt ein PKW. Das habe ich dieses Jahr verkauft und erledige die notwendigen Wege mit dem Rad bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
    –> Ersparnis bei mir pro Jahr ca 3500 bis 4000 Euro. (zusätzlicher angenehmer Nebeneffekt: Durch die vermehrte Bewegung verschwinden auch ein paar überflüssige Pfunde 😉 )

    Weiterhin bei mir:
    – Abo’s von Zeitschriften gekündigt
    – Grundnahrungsmittel beim Discounter kaufen, nur was es dort nicht gibt/ einem nicht schmeckt in anderen Läden besorgen (da lassen sich übers Jahr mehrere hundert Euro sparen).
    – Mit Restaurant- und Kneipenbesuchen mehr haushalten. Mahlzeiten meist zu Hause zu sich nehmen und nur selten per Pizza-Service bestellen. Auch im Büro reichen manchmal die selbstgeschmierten Brote (Ersparnispotenzial: hoher dreistelliger/niedriger vierstelliger Eurobetrag pro Jahr)
    – Hinterfragen: Braucht man wirklich immer die neuesten technischen Geräte (Fernseher, Rechner, usw.) oder reicht auch ein Gerät der zweitneuesten Generation?
    – Muss der Urlaub jedes Jahr zwangsläufig eine Fernreise sein?
    – Sportstudio? Braucht man ein Studio für 70/80 Euro oder reicht evtl. auch eins für rund 20 Euro pro Monat?
    – die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen.

    Grüße 🙂

  4. bluestar schreibt:

    Hedgers Kommentar ist nichts weiter hinzuzufügen! … als eventuell weitere Punkte, wo man einsparen kann. 🙂

    Es geht halt darum,einfach unter seinen Möglichkeiten zu leben und den Mut, die Courage und den Willen zu haben, das auch gegenüber anderen zu vertreten. Klar kommen dumme Kommentare ob der selbstgeschmierten „Muttibrote“. Na und? Who cares? Spätestens, wenn das Bankkonto ordentlich angeschwollen ist, können die Sparsamen ihre „dummen“ Kommentare in die andere Richtung abgeben. 🙂

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