„Pain of paying“ – oder wie man Geld spart

In der aktuellen Ausgabe des Journal of Experimental Psychology: Applied“  finden sich die Ergebnisse einer Studie, welche die Korrelation zwischen Zahlungsart und Konsumverhalten erforscht hat.

Eigentlich ist es gar nicht so überraschend, daß den Probanden das Geldausgeben leichter fiel, wenn die Zahlung mit einer Kreditkarte vorgenommen wurde.  Ein Schluss der Studie ist, daß Ausgaben über weniger transparente, fühlbare Zahlungswege viel eher als ein Spiel betrachtet werden. Zu diesen Zahlungsarten zählen nicht nur Kreditkarten sondern auch Gutscheine, Guthabenskarten, Wertkarten, selbst Token.

Würden Rechnungen bar bezahlt, sei der Geldabfluss viel bewußter und die Abneigung das Geld auszugeben wesentlich größer. Die Autoren bezeichnen dieses Phänomen als „Pain of paying“.

Das Ergebnis der Studie paßt ganz gut zu meinem Verhalten:
Vor etwas mehr als sechs Wochen habe ich meine Kreditkarte aus meinem Portemonnaie genommen und komme so nicht in Versuchung sie zu benutzen. Außerdem hebe ich zu Beginn des Monats 300 € von meinem Girokonto ab – das ist dann mein Monatsbudget für alle Ausgaben der Art Basics und Freizeit.

Natürlich zahle ich einige Dinge auch noch mit der EC-Karte, allerdings wäge ich vorher immer ab.

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2 Antworten zu „Pain of paying“ – oder wie man Geld spart

  1. Sommerstoffel schreibt:

    Ist aber auch eine Disziplinfrage.
    Ich habe mich bewusst für die Kreditkarte als Default-Zahlungsmittel entschieden wegen des längeren Zahlungsziels von bis zu einem Monat.
    In der Zeit verzinst sich das Geld auf auf dem Tagesgeldkonto zu 4,8 %.
    Wenn ich auf der Verbindlichkeiten von 200 € im Mittel habe, sind das im Jahr knapp 10 € zusätzliche Zinsen.
    Den Pain of Paying halte ich dann per Buchhaltungsprogramm (gbucash) aufrecht.

  2. bluestar schreibt:

    Das Ergebnis dieser Untersuchung überrascht mich kein bischen. Man erlebt das einkaufen / konsumieren mit Geld-, EC- oder Kreditkarte nicht so sehr als GELD ausgeben.
    Für Leute, die ihr Konsumverhalten nicht ganz strikt im Griff haben, und Personen, die ihren Konsum bewusst zügeln wollen, ist deine Taktik in meinen Augen nicht schlecht. Mit einem festen Budget für den Monat hat man den zur Verfügung stehenden Restbetrag stets konkret vor Augen. Das hebelt man auch nciht aus, wenn man das anonyme Plastik“geld“ nutzt.

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