Mietschulden – weiterer Fall

Leider ist das nicht der einzige Fall von Mietschulden. Nachdem die Wohnung renoviert war habe ich nach einiger Zeit eine neue Mieterin gefunden. Sie hatte sich damals von ihrem Ehemann getrennt und suchte eine eigene Wohnung. Schon während der Wohnungsbesichtigung erkundigte sie sich, ob es für mich in Ordnung sei wenn sie das Bad renovieren würde. Letztendlich war das Bad noch in einem befriedigendem Zustand; dennoch nahm ich ihr Angebot unter einer Kostenbeteiligung meinerseits von 800 EUR an. Mein Gedanke war, dass wenn ein Mieter in eine Wohnung investiert, er dort auch längere Zeit wohnen möchte.

So wurde der Mietvertrag unterzeichnet und innerhalb von knapp zwei Monaten renovierte – wie sich später rausstellte der Ehemann der Mieterin – das Bad. Wegen der finanziellen Mehrbelastung zahlte die Mieterin erstmal keine Kaution und wir vereinbarten auch eine etwas geringe Miete für die ersten 12 Monate. Um so überraschter war ich dann, als nach weiteren vier Monaten die Kündigung der Mieterin im Briefkasten lag.

Unterm Strich ist die Mieterin nun ausgezogen aber es stehen anderthalb Monatsmieten offen. Auch hier haben mehrfache Nachfrage und Mahnungen nichts bewirkt. Aktueller Stand ist nun nach Ausstellung eines Mahnbescheids und Fristablauf die Beantragung meinerseits nach einem Vollstreckungsbescheid. Damit erwerbe ich den Titel den offenen Betrag bei der Mieterin einzutreiben. Eine gute Darstellung über das Verfahren gibt Wikipedia.

Durch die vielen Fristen und Bearbeitungzeiten vergeht viel Zeit und es enstehen einige Kosten. Die Kosten muß der Gläubiger vorstrecken – ebenso die Tilgung des Renovierungsdarlehens. Ich hoffe nur, daß die Strom- und Wasserinstallationen im Bad ordentlich gemacht wurden.

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3 Antworten zu Mietschulden – weiterer Fall

  1. bluestar schreibt:

    Bei aller „tollen“ steuerlichen Absetzbarkeit für Kosten und Ausgaben fremd vermieteten Wohneigentums hätte ich immer und immer wieder Befürchtungen, dass ich genau das erlebe, was Tobias hier beschreibt. Mietnomaden, die eine verwüstete Wohnung hinterlassen und die nichts haben, was man eintreiben oder pfänden könnte. Allein der permanent drohende Ärger mit Mietern und die Gefahr ausbleibender Mieten könnte mich nie und nimmer dazubewegen, „Steuersparimmobilien“ zu erwerben.
    Und da hab ich noch nicht mal die Gefahr des Erwerbes von „Schrottimmobilien“ betrachtet! Fühlt sich der Laie wirklich in der Lage, den marktgerechten Wert einer Immobilie einzuschätzen? Wer sagt dem Erwerber, dass Vermittler und Bank nicht unter einer Decke stecken??? Beispiele aus der Vergangeheit gibts doch nun wirklich zur Genüge! Dann nehme man noch die Unsicherheit, ob sich der Immobilienwert tatsächlich so entwickelt wie prognostiziert. Entwickelt sich die Wohngegend wie angenommen, wird es weiter solvente Mieter geben, …
    ==> Bei all diesen Unsicherheiten kann ich mein Geld auch gleich an die Börse bringen. Da trage ich selbstverständlich auch ein Risiko, bin aber zumindest „mobil“ mit meinem Geld – sprich, kann es jederzeit abziehen, was mir bei einer Immobilie nicht möglich sein wird und wo ich für gewöhnlich auch noch durch den Erwerb verschuldet bin!
    ==> Ist das alles den eventuellen Steuerspareffekt wert???
    (Ich möchte natürlich nicht sagen, dass man als Vermieter stets und ständig und immer auf die Nase fällt. Aber die möglichen negativen Seiten sollte man sich sehr, sehr gut überlegen!)

  2. Tobias schreibt:

    Hallo Bluestar,

    da hast Du vollkommen recht. Ich möchte beobachten wie sich die Invesition rechnet. Die Immobilie wurde mir von meinen Großeltern vor etwas mehr als einem Jahr übertragen. Damals in einer guten Wohnlage und Größe ist sie heute nicht mehr so einfach zu vermieten. Unter rationalien Kriterien hätte ich so eine Immoblie nicht gekauft.

    Da die Wohnung wie beschrieben stark renovierungsbedürftig war, habe ich die Investition nochmals gemacht. Sobald die Schulden durch Steuerrückzahlung und Mieteinnahmen getilgt sind, werde ich eine Rentabilitätsrechnung machen.

    Aktuell ist die Wohnung an einen jungen Mann vermietet, der zur Zeit eine Umschulung macht – die Wohnung wird vom Arbeitsamt bezahlt. Seine Eltern sind stark hinterher dass der „Junge“ bald eine feste Anstellung findet und auch sonst ordentlich ist.

    Ich denke vor allem für Kleinstimmobilien ist es schwierig, gute und zahlungsfähige Mieter zu finden.

  3. Pingback: Zwischenstand - Mietschulden von Frau W. & Herrn B. | Der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit & mehr Raum für das Wesentliche

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